PermaKultur trifft regionalen Genuss

 

 

-        Selbstversorgung im Einklang mit der Natur

 

-        Ökologische Lebensräume gestalten, miteinander vernetzen

 

 

 

Die in den 1980er Jahren von dem Australier Bill Mollison entwickelte PERMAnente AgriKULTUR ist heute weltweit eine öko-soziale Landbau - Methode, die im kleinen Reihenhausgarten mit 150 qm bis zu großflächigen Landschaften wie die Rekultivierung von Wüstenflächen anwendbar ist und funktioniert. Permakultur ist für den Planet Erde  mehr als ein landwirtschaftlicher Anbauverband wie Bioland oder Demeter. Sie geht von den vorhandenen Ressourcen, wie Energie, Boden und Arbeitskapazität aus,  umschließt unter anderem die Verbesserung der ökologischen Vernetzung von Lebensräumen – trägt dadurch deutlich zur Artenvielfalt bzw- -erhaltung bei – lässt weiter soziale Strukturen in die Gestaltung von Garten und Landschaft mit einfließen. Es geht darum Freund und Partner der Natur zu sein.

 

Unser Workshop wird  vielfältige weltweite Projekte vorstellen, sowie Grundlagen  praxisorientiert vermitteln. Auf die individuellen Fragen und Bedürfnisse der Teilnehmer kann eingehen werden, deswegen ist die Teilnehmerzahl  begrenzt. Der Tag wird hauptsächlich im PermaKultur – gARTen von Hof Sonnenbogen stattfinden.

 

Das Mittagessen erfolgt  im Café saisonal bei Gabi Steinmann in Gersheim- Ortsteil Herbitzheim, Blieskasteler Weg  5 und beinhaltet ein vegetarisches Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. Die Lebensmittel sind aus regionaler Bio – Produktion.

 

 

 

Termine:

 

 Sonntags: 15. März, 26. April, 6. September und 1. November 2020

 

Dauer:

 

10.00 – 17.30 Uhr

 

Veranstalter und Treffpunkt: Hof Sonnenbogen, Wolfharistr. 75; 66440 Blieskastel - Wolfersheim

 

 

 

Anreise mit ÖPNV:

 

Aus Richtung Saarbrücken Stadtbahn bis Kleinblittersdorf, Umstieg in Biosphärenbus 501.  Aus Richtung Homburg/Blieskastel Biosphärenbus 501, Ausstieg Friedhof Wolfersheim ca. 3 Min. Fußweg

 

Es begleitet Sie: Hannes Ballhorn, Natur- und Landschaftsführer, Partner des Biosphärenreservates Bliesgau

 

Preis:                          

 

39 Euro pro Person

 

 

 

Teilnehmerzahl:      

 

 

 

mind. 8 Personen 

 

max.  12 Personen

 

 

unsere Jurte wurde verkauft......und wurde am 21. Dezember 2019 abgebaut.....

 

Die Jurte, ein Ort des Austauschs, der Begegnung und der Entspannung

 

Das deutsche Wort Jurte stammt aus dem türkischen jurt, was soviel wie Zelt, Lagerplatz, Land, Heimat oder Wohnort bedeutet. Die Jurte ist die übliche Unterkunft nomadisierender Völker, sie ist gleichzeitig Haus und Heimat. Wie in der deutschen Sprache die Wörter Heim und Heimat untrennbar miteinander verbunden sind, so bedeutet auch Jurte beides für die Nomaden. Im Mongolischen heißt Jurte ger. Chinesische Quellen berichten zum ersten Mal im 6. Jh. n. Chr. über Jurten bei Nomaden.

 

Es ist anzunehmen, dass die Jurte auf eine über 2000jährige Entwicklungsgeschichte zurückblickt. Sie ist nicht nur die traditionelle Behausung der Mongolen, sondern auch der nomadisch lebenden Völker in Mittelasien, Südsibirien und nördlich der Großen Mauer. Jurten bieten vor allem da, wo sie in malerischer Landschaft stehen, mit ihren weißen Leinenüberzügen einen äußerst ästhetischen Anblick.

 

Die wichtigste Einrichtung in einer mongolischen Jurte ist der Herd. Früher bestand er aus einem Drei- oder Vierfuß, dessen Eisenfüße durch zwei Eisenreifen zusammengehalten wurden. Heute wird ein runder Blechherd mit Rauchrohr verwendet. Er steht auf vier Füßen oder einfach auch auf Steinen, hat eine kleine Tür, durch die man das Brennmaterial einlegen kann, und besitzt ein Rohr, das durch den Dachkranz nach draußen ragt, ohne dass das Rohr das Holz oder den Filz berührt. Dieser Herd hält die Wärme viel besser und es lässt sich auch einfacher auf ihm kochen. Die Rauchöffnung dient den Mongolen auch als Sonnenuhr. Ein Mongole weiß genau, um wie viel Uhr ein Sonnenstrahl auf eine bestimmte Stelle fällt.

 

Die Hauptachse in der mongolischen Jurte weist nach Süden, das heißt, das Gesicht des Betrachters ist nach Süden gerichtet. Das bedeutet, dass rechts und Westen, links und Osten, hinten und Norden sowie vorn und Süden identisch sind. In der mongolischen Sprache gibt es für die Begriffspaare nur ein Wort. So ist links und Osten ein Wort und rechts und Westen. Die linke Seite in einer Jurte ist die Seite der Frauen, des Haushaltes und der Familie; die rechte Seite ist die Seite der Männer und die hintere Seite die Ehrenseite. Die mittlere Seite ist für den Alltag bestimmt und die vordere, gleich neben der Tür, für die Arbeit, für nicht geehrte Leute, Tiere und Gegenstände. Der älteste Gast hat seinen Platz immer auf der rechten hinteren Seite. Dies ist der Ehrenplatz für männliche Besucher, die alle nach ihrem Alter gesetzt werden und nicht nach Rang in unserem Sinne. Eine geehrte Besucherin wird auf die linke Seite nach hinten gesetzt. Jüngere Mädchen sitzen neben der Tür auf der linken Seite.

 

Häufig sind die Innenwände einer Jurte mit Stoffen behängt, und aus dem Boden sind Tierfelle oder Filzteppiche ausgebreitet. Eine Jurte kann von einer 4- bis 6köpfigen Familie in deutlich weniger als einer Stunde zerlegt und auch wieder aufgebaut werden. Die Jurte selbst passt auf 2 Kamele.

 

Ältere Mongolen ziehen bis heute ein Leben in der Jurte dem in Steinhäusern vor. Dass die Jurte auch in den Städten noch lange nicht ausgedient hat, beweist die Tatsache, dass über 50 Prozent der Mongolen nach wie vor in Jurten wohnen.

 

Quelle www.jurte.info